Das Leben danach – das Furkajoch

July 5th, 2010

Eine Woche nach dem Ironman meine erste sportliche Betätigung. Eine kleine Radrunde in Vorarlberg auf das Furkajoch. der Anstieg geht über ca 25km und hat 1200Hm.
Das einzige das nicht toll ist an dieser Runde sind die beiden Tunneln gleich hinter einander mit ca 500 Meter länge.

Hier die Runde auf bikeroutetoaster. Bin aber nach 30km (am Gipfel/Joch) umgedreht da sich ansonsten das Abendessen nicht ausgegangen wäre :) Sind aber auch 60km geworden.

http://www.bikeroutetoaster.com/Course.aspx?course=105522

Der Beginn

In der Hälfte

Schönes Panorama, aber das Wetter wird schlechter und die Temperatur sinkt…weiter gehts

Der Kiosk am Joch war meine Rettung, ein Cola und eine alte Zeitung für die Abfahrt

Noch ein Erinnerungsbild

Die Zeitung tat gute Dienste, ohne wäre es frisch geworden…Merke, wenn es in die Berge geht immer ein Jäcklein mitnehmen.

Ironman Nizza 2010 – die Fotos

July 5th, 2010

Die Schlacht um Nizza – Ironman 2010

July 3rd, 2010

Temperatur: 30° und wolkenlos. in der Sonne 35-40°

Ich liege einen Tag nach meinem längsten Tag mit einem Sonnenbrand auf der Schulter im Bett und lasse den gestrigen Tag Revue passieren und versuche alles in Worte zu fassen so lange die Erinnerung noch frisch ist.

Der Ironman Nizza 2010 ist Geschichte. Ich habe nur den Vergleich mit Halbdistanzen und dem Ironman in Klagenfurt. Diese waren im Vergleich harmlos gegen meinen Tag hier in Nizza.

Aber eins vorweg ich mag es wenn es dreckig und gemein ist und das war es…

ERGEBNIS:
Am Ende schaute Platz 215 overall raus. 200 war mein Ziel, also passt das. Am meisten freut mich, das ich bester Österreicher geworden bin. Die Zielzeit 10:35 ist keine berauschende, aber in anbetracht der Strecke und der Verhältnisse bin ich mehr als zufrieden obwohl ich mit einer SUB10 spekuliert habe. Aber wieder hat mich der Ironman und die Strecke in Nizza Demut gelehrt.

SWIM: 1:14 (Platz 1100):
Meine Ziele musste ich schon im Wasser revidieren. 2500 Starter auf einer Breite die nur halb so breit war wie in Klagenfurt führte gleich zu Platzmangel im Wasser, es war ein Gerangel, drüber- und drunterschwimmen und Füße runter drücken vom ersten bis zum letzten Meter, dazwischen gab es Phasen wo ich den freien Raum gefunden habe oder besser gesagt in diesen hinein geschwommen bin. Dadurch habe ich auch ein wenig mehr als die 3,8km bewältigt. Im Endeffekt standen 1:14 anstatt geplanter 1:10 auf der Uhr. Das Schwimmen habe ich ein wenig verpennt da wäre mehr drin gewesen…

T1:
Die Wechselzone in Nizza ist lang, da die Räder nur in einer Reihe aufgestellt sind. Trotzdem flott durch und ohne Komplikationen.

BIKE: 5:32 (Platz 330)
Danach ging es auf das Rad, Wechselzone war problemlos. Raus aus Nizza war ein schmaler Streifen von der Promenade abgesperrt, der auch gereicht hätte, aber irgendwie muss bei der Wettkampfbesprechung die Linksfahrordnung ausgegeben worden sein und so war die Radfahrt schon zu Beginn von riskanten Durchschlängeln gekennzeichnet. Nach ca. 20km ging es in den ersten Anstieg der kurz aber dafür knackig war. An diesem war ich das erste mal über meine Übersetzungswahl (11-25) glücklich. Die Strecke war für den öffentlichen Verkehr so halb abgesperrt. Es überholten immer wieder mal Motorräder und Autos die nix mit dem Ironman zu tun hatten oder Autos kamen entgegen. Zwei mal musste ich sogar Autos überholen. Schon bei der ersten Bergabstrecke vor dem großen Aufstieg bekam ich den Eindruck wie es heute zur Sache gehen wird. Die Gruppe in der ich war schenkte sich wenig und es wurde beherzt gefahren, kein Vergleich zu den Veranstaltungen die ich bis jetzt kannte wo die Leute bergab sehr defensiv unterwegs waren. Kommt glaub ich daher, das die Teilnehmer größtenteils aus südlichen Ländern kamen (Spanien, Frankreich,…) wo das Radfahren und im speziellen das Bergfahren eine größere Tradition hat als bei uns. Auf jeden Fall konnte ich bei der wilden Hatz gut mithalten. Risiko war hoch den auch bergab fuhren einige soweit links das man rechts auf die andere Straßenseite musste und da die Strecke nicht komplett gesperrt war musste man immer warten bis man weit genug sah. Das Bergabfahren war so nicht entspannend sondern forderte 100% Konzentration, die gefallenen Krieger auf dem Straßenrand zeugten von der Gefährlichkeit.

Kilometer 50, der Berg, 20km stetiger Anstieg mit ca. 1000Hm lagen vor uns und die Temperatur und die Sonne stiegen unerbittlich. Für mich war dies doppelt bitter da ich keine Sonnentrainingstage in Österreich hatte. Zu dieser Zeit hatte ich meine Leistungsgruppe gefunden und es gab kein stetiges überholen mehr. Es lief eigentlich problemlos, gekämpft und geflucht habe ich, aber wer hat das an diesem Tag nicht. Ich bin sehr gut rauf gekommen und habe auch sehr viele überholt. Je länger der Berg wurde umso besser bin ich gegen die anderen hoch gekommen, ich mags halt wenn es hart und gemein wird.

Ab km 100 ging die große Abfahrt los. In einem Satz – bist du deppert – Schon „total“ fertig von den Höhenmeter, Schmerzen im Kreuz und großer Hitze ging die wilde Hatz wieder los. Dazu die Streckenverhältnisse mit Schlaglöchern, Bremshuppeln und diversen anderen Hindernissen. Es lagen zahlreiche Ausrüstungsgegenstände der Teilnehmer in der Gegend herum die nicht perfekt befestigt waren, so ein Gerumpel war dies.

Unten angekommen ca. 20-30km vorm Ziel hatte sich ein Packet von ca 50 Teilnehmer gebildet. Ich blieb hinten und schaute es mir mal an. Die Richter hatten keine Chance dieses aufzulösen und gaben auf. Ein älterer Wettkamprichter hat mich dann sogar in das Paket hinein gewunken :D

Generell war dies mein erstes Radrennen, mit Triathlon und den Regeln hat diese Veranstaltung nichts zu tun (zumindest im Agegrouper Feld). Den Teilnehmern ist auch kein Vorwurf zu machen, es geht einfach nicht anders. Ich hatte damit kein Problem da es alle gemacht haben, wer mit Gruppenfahren beim Triathlon ein emotionales Problem hat sollte diese Veranstaltung meiden. Aber ich denke es hat auch nicht soviel Auswirkungen wie auf einem flacheren Kurs, da es hier in Nizza fast immer bergauf oder –ab geht. Flach ist es nur zu Beginn, am Ende und ein kurzes Stück auf einen Hochplateau. Am Ende rollte ich mit 5:32 in die Wechselzone, meine großes Ziel die SUB10 hatte ich da schon abgeschrieben den ein SUB3 Marathon würde sich bei der Hitze nicht ausgehen.

T2:
Füße und Kreuz schmerzten und ich konnte mir nicht vorstellen zu laufen nach dem ich vom Rad abgestiegen bin. Trotzdem wieder schnell durch. Es gibt im Zelt Sonnencreme für die Teilnehmer, ich habe dieses Service leider nicht in Anspuch genommen.

RUN 3:32 (Platz 215):

Auf der Laufstrecke war es brutal…Eine Strecke die gerade ist (man sieht fast von einem Ende zum Anderen, ohne Schatten, zum schönen Flughafen führt und 4 mal zu laufen ist. Ich bin noch nie eine Marathonstrecke gelaufen die im Kopf anstrengender war als diese. In der ersten Runde hatte ich Probleme mit Seitenstechen, in der 2ten mit dem Magen diese wurden durch Umstieg auf Cola aber gelöst, in der 3ten war die Gesamtsituation zum kotzen. Es gibt in der Langdistanz beim Marathon schlechte Zeiten und ganz schlechte Zeiten, in dieser Runde waren es ganz schlechte. Am Ende machten die Oberschenkel zu, die 4te habe ich damit verbracht zu hoffen das die Schenkel nicht komplett aufgeben, LaufABC mit anfersen hat ein wenig Linderung gebracht, weiters habe ich oft Laufstill gewechselt…halt alles was man in Verzweiflung so tut…An Endzeiten/Platzierungen hatte ich an der Laufstrecke nicht mehr gedacht ich wollte in der Hitze einfach nur überleben. Auch auf der Laufstrecke gab es zahlreiche Gefallene zu betrauern, manche nahmen ihre Niederlage gelassen, manche konnten es nicht fassen und lagen weinend am Wegesrand.

ORGANISATION:
Die Organisation in Nizza ist auch nicht mit Klagenfurt zu vergleichen, Dinge laufen hier anders auf das muss man gefasst sein. Weiteres wird der Ironman in Nizza nicht wirklich promoted. Werbung, Wegweiser, etc wird man fast nicht finden…ich hatte das Gefühl er findet einfach statt und das war es. Der Hotelrezeptionist in unserem Hotel wusste nicht mal davon, obwohl das Hotel auf der Promenade war wo die Veranstaltung abgehalten wurde.

Es gibt z.B. keine Extraparkplätze, zu empfehlen sind die Parkgaragen, eine direkt vor dem Start, kosten ca. 20 (5:00-19:00) und ersparen Stress. Zu meiner Verwunderung waren diese nicht voll.

Ironman Nizza 2010 – die Anreise Etappe 1

June 23rd, 2010

Heute ging es einmal von Wien nach Vorarlberg wo wir 2 Tage bei der Mama meiner Freundin verbringen. Ist wirklich perfekt, dadurch werden die Etappen überschaubar und man muss nicht 1200km am Stück fahren.

Das Rad wurde heute im finalen Setup zusammengeschraubt, natürlich habe ich wieder ein bissl werkeln müssen, die Vorderbremse machte macken und ließ sich nicht vernünftig einstellen…danach ging es auf einen sogenannten Magentrainingslauf. Mit 2 Schnitzel und einem Bier muß der Magen ganz schön kämpfen damit nichts hoch kommt :)

FOTOS folgen

Packen für den Bewerb und für 14tage Urlaub

June 23rd, 2010

Das packen vor dem Bewerb ist fast genauso stressig wie der Schwimmstart :).

Einerseits muss das ganze Sportszeug plus drumherum (Werkzeug, etc) mit und dann noch das unwichtige Privatzeugs für 14 Tage.

Gestern wurde das Auto befüllt, Fotos gibts später. Jetzt geht es auf die erste Etappe nach Vorarlberg, dort werde ich nochmal alles auflegen und nochmal neu packen :) :)

So ins Auto und auf zum Arlberg

5 Tage

June 22nd, 2010

Die Bilanz…
in 27 Wochen 340 Stunden spezifisches Training (12,5h in der Woche) zusätzlich 55Std. am Rad in die Arbeit

1760 km gelaufen
3460 km geradelt (+1000km in der Stadt)
110 km geschwommen

0 Tage krank, 1 ausgefallene Einheit

und in 5 Tagen ist es soweit…schau ma moi…

Es gibt ein Leben neben dem Sport…

June 22nd, 2010

Heute wird die erste Trainingseinheit seit 28 Wochen ausfallen…wir haben eine WOHNUNG  und den Immo Kurier brauchen wir jetzt nicht mehr…Heute komm der Umzugsmensch und macht Kostenvoranschlag danach Mietvertrags-unterzeichnung und Wohnungsabnahme. Nach langer Suche ist jetzt alles ratz/fatz gegangen…Das nächste Projekt nach dem Ironman…The Ironmove…

Trainingswoche 23 von 24: tipp-tapp-Tapering

June 21st, 2010

09:25  Gesamttrainingszeit (2009 06:45)
4:10 Laufen
2:49 Rad
2:25 Schwimmen

4:00 Stadtrad

Schöne Trainingswoche, aber das Wetter nicht :( Am Samstag habe ich meine erste Einheit  in der ganzen Vorbereitung abbrechen müssen um nicht zu erfrieren. Nebel, Regen und 8° am Tulbingerkogel zwangen mich zum umdisponieren. Aber was solls das macht nix mehr, dafür war die restliche Vorbereitung perfekt…

Thema Tapering…uiiii gibts da Meinungen so viele wie Triathleten kommt mir vor. Ich habe nach Gefügl getapert oder besser ich taper noch. Die Faustformel 40-60% Entlastung passt auch also kann nix mehr schief gehen.

Am Mittwoch ist Abreise in Richtung erstes Etappenziel Vorarlberg…

Wetterbericht ist zu schön um wahr zu sein. Leicht bedeckt und 26° *bittebittebittebleibso*

http://www.wetter.at/wetter/international/europa/frankreich/nizza/

Noch 7 Tage…

June 20th, 2010

Es ist was besonderes, die Zeit vor einem großen Bewerb auf dem man sich monatelang vorbereitet hat. Meist wird in meinen Fall die Gemütslage die ich als positiv angespannt/nervös bezeichnen würde von der Umwelt als gereizt und abwesend beschrieben. Woher kommt das?

Ich fokussiere meine Aufmerksamkeit je näher der große Tag rückt immer mehr auf die Dinge die zu tun sind wie packen, Getränke vorbereiten, Material checken und in Ordnung bringen,…. Da kann es schon vorkommen, dass ich im Gedanken dabei bin meine kleine Werkzeugkiste zu packen und überlege welches Werkzeug mit soll und wenn wer was anderes fragt bin ich meist kurz angebunden und abweisend…auch in Gesellschaft bin ich dann keine Partykanone weil ich immer ruhiger werde, was normal nicht der Fall ist, und ich mich in mich zurück ziehe und so was wie die innere Mitte suche.

Heute werde ich aufgrund des Wetters meine innere Mitte auf der Couch suchen, am Abend steht nur ein kleines Läufchen auf dem Programm…Hardcore Tapering…

jetzt gehts “bald” los…

June 16th, 2010

Heute habe ich meine Startnummer erhalten und die magic number iiiiisssst 758…unspektakuläre Nummer :)

Die Milch im Kühlschrank hat auch ein längeres Ablaufdatum als 27.06. also langsam wirds ernst…ein Gefühl wie früher bei Prüfungen kommt auf, ich glaub das heißt Rennfieber…